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Unfall- und Allgemeinchirurgie

Die Chirurgie (griechisch: schneiden) behandelt organische Erkrankungen überwiegen operativ. In der Allgemeinchirurgie sind das hauptsächlich Operationen am Magen-Darm-Trakt, der Gallenblase, der Schilddrüse, den Eingeweidebrüchen, beispielsweise Leistenbrüche, sowie Operationen von Venenerkrankungen wie Krampfadern.

In der Unfallchirurgie werden alle Weichteil- und Knochenverletzungen der Extremitäten nach modernen Verfahren behandelt. Wann immer es geht, soll sofortige Übungs- und Belastungsstabilität erreicht werden, um den Patienten möglichst rasch wieder in sein gewohntes soziales Umfeld entlassen zu können. Daneben bildet traditionell die Chirurgie der großen Körpergelenke wie Schulter-, Ellenbogen-, Hüft-, Knie- oder Sprunggelenke einen Schwerpunkt der Abteilung sowie die Rückenchirurgie.

Bei den akuten und chronischen Gelenkerkrankungen kommen alles modernen Diagnose- und Therapieverfahren zum Einsatz. Computertomographie (CT) und vor allem die Magnetresonanztomographie (MRT) nahmen eine zentrale Rolle ein.

In der Therapie stehen die minimal invasiven, arthroskopischen Techniken – wann immer möglich und sinnvoll – an erster Stelle. Die Kreuzbandersatzplastik bei frischen und älteren Rissen des vorderen Kreuzbandes ist hier ein Beispiel, ebenso wie der Knorpeltransplantationstechniken bei den umschriebenen Knorpelschäden des jungen Menschen. Die Verschleißerkrankungen (Arthrosen) der unteren Extremität werden in geeigneten Fällen durch gelenkerhaltende operative Maßnahmen wie zum Beispiel Achsenkorrekturen behandelt.

In den Fällen in denen die Arthrose weit fortgeschritten ist, kommt der künstliche Gelenkersatz zum Tragen. Neben den bewährten zementierten und zementfreien Implantationsmethoden über Standardzugänge werden auch Teilprothesen, gekoppelte Prothesen über kleine schonendere Zugänge eingebracht. Die Wechseloperationen (Ersatz einer alten durch eine neue Prothese) nehmen einen immer breiteren Raum ein.

Die konservativen und operative Behandlung von Rückenerkrankungen ist ein weiterer Schwerpunkt der Abteilung.

Durch die Einbindung des Neurochirurgen Dr. med. Norbert Schippers und durch die enge Kooperation mit dem Gesundheitszentrum Vreden sind wir in der Lage, eine zeitgemäße, dem Einzelfall angepasste Therapie der unterschiedlichsten Rückenerkrankungen anbieten zu können. In der Mehrzahl der Fälle kann konservativ, d.h. ohne Operation behandelt werden.

Das Therapiespektrum reicht hier von krankengymnastischen-physikalischen Maßnahmen, Infusionsbehandlungen über Facetteninfiltrationen bis zu Denervierungen der Facettengelenke und der Bandscheiben.

In konservativ nicht zu beherrschenden Fällen steht ein breites operatives Spektrum zur Verfügung. Minimal invasive Operationen mit dem Operationsmikroskop stellen den goldenen Standard bei der Entfernung von Bandscheibenvorfällen und Spinalkanalstenosen dar.

Darüber hinaus kommen Dornfortsatzimplantate sowie Bandscheibenprothesen (an Lendenwirbelsäule u. Halswirbelsäule) und Versteifungsoperationen in ausgesuchten Fällen zum Einsatz

 

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